Anwendungshinweise

Wir geben nachfolgend einige Informationen zu Sandsäcken allgemein sowie technische Details über die Befüllung und den Verbau von Sandsäcken für den Hochwasserschutz und den Schutz vor Oberflächenwasser durch Starkregenfälle sowie deren Entsorgung nach dem Gebrauch, die Ihnen hoffentlich weiterhelfen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch jederzeit telefonisch unter 0531 – 261 16 61 zur Verfügung.

In letzter Zeit haben wir festgestellt, dass Privatpersonen und Firmen den Hochwasserschutz vermehrt in eigene Verantwortung übernehmen bzw. nehmen müssen auch bedingt durch die bereits erwähnten immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse. Daher möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir natürlich auch Kleinstmengen von Sandsäcken (ab 25 Stück) an Privatpersonen und Firmen verkaufen!

Auf Grund großer Nachfrage liefern wir als nach unseren Erkenntnissen weltweit erstes Unternehmen seit einigen Jahren selbstverständlich neben ungefüllten auch preiswert bereits fertig mit Sand gefüllte Säcke! Neben dem klassischen Einsatzzweck Hochwasserschutz und Schutz gegen Oberflächenwasser gibt es für unsere Sandsäcke viele weitere Anwendungsbereiche wie z.B. die Ballastierung von Fahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen, Photovoltaikanlagen u.v.m. sowie den Deponie- und Tiefbau, den Bau von Sportfeldern für Beach-Volleyball, Beach-Soccer, Beach-Tennis etc., Messebau, Schutz von Werbedisplays, Zelten oder Pavillions vor Sturm usw.

Sie erhalten bei uns seit längerer Zeit auch hoch uv-stabile schwarze PP-Sandsäcke, die eine deutlich längere Lager- und Verwendungszeit aufweisen (gefüllt im Freien ca. 2 - 3 Jahre) als herkömmliche weiße PP-Säcke (gefüllt im Freien ca. 1 Jahr). Jute-Sandsäcke können im übrigen gefüllt max. 1/4 - 1/2 Jahr im Freien gelagert werden, dann sind sie verrottet.

Bitte beachten Sie, dass für eine Langzeithaltbarkeit aller lieferbaren Sandsäcke speziell bei Lagerung außerhalb geschlossener Räume keine Garantie oder Gewährleistung gegeben werden kann, da teilweise unvorhersehbare Umwelteinflüsse wie z.B. starker Frost, Hagel, saurer Regen, Salzwasser oder besonders die Sonnenscheindauer und -intensität nicht kalkulierbar sind und die Lebensdauer der Säcke dadurch sehr stark variieren kann. Dies gilt besonders auch für die Verwendung der Sandsäcke speziell in südeuropäischen Ländern sowie Afrika.

Klassische Sandsack-Materialien:

PP-Bändchengewebe und Jutegewebe

Sandsäcke PP schwarz – PP weiß – Jute

Abmessungen:
30 x 60 cm und 40 x 60 cm mit und ohne Bindeband

Leergewichte:

PP weiß: ca. 32 gr./Sack - PP schwarz: ca. 45 gr./Sack
Jute: ca. 125 gr./Sack

Qualitäten:
PP- und Jutesäcke liefern wir selbstverständlich ausschließlich in schwerer Grammatur (z.B. PP-Säcke weiß mit ca. 70/75 gr./qm, PP-Säcke schwarz mit ca. 95/100 gr./qm und Jute-Säcke mit ca. 320 gr./qm.), um eine grösstmögliche Stabilität der Sandsäcke im Einsatz zu gewährleisten. Zudem führen wir selbstredend laufend eine Qualitätskontrolle unserer Säcke durch.

Sand:
Idealerweise verwendet man zum Befüllen der Sandsäcke normalen Bausand mit einer Körnung von 0 - 8 mm, der mit einem Anteil von ca. 10-15% Split gemischt werden kann. Dies bewirkt eine bessere Rollfähigkeit des Sands und erhöht gleichzeitig die Rutschfestigkeit speziell der PP-Sandsäcke, was diese Säcke im Verbauvergleich mit den Jutesäcken mindestens gleichwertig macht! Diese Splitzumischung ist allerdings bei der Verwendung der Sandsäcke in geringen Mengen wie z.B. für den privaten Gebrauch nicht zwingend notwendig, sondern eher im Deichschutz!

Verschließtechnik:
Unsere Säcke werden immer mit einem Bindeband, das am Sack befestigt ist, geliefert. Sie können alle Säcke aber auch mit speziellen Sacknähzwirnen verschließen. Entsprechende Sackzunähmaschinen und Nähzwirne erhalten Sie ebenfalls preisgünstig und sofort ab Lager bei uns. Lieferkapazität: PP- und Jute-Säcke haben wir in großen Stückzahlen sowohl ungefüllt als auch bereits fertig mit Sand gefüllt (eigene Sandsack-Füllstation) in unseren verschiedenen Lagern in Deutschland sowie in der Schweiz vorrätig.

Packeinheiten:

PP- und Jute-Säcke: 1.000 Stck./Ballen,
PP-Säcke nochmal unterteilt zu 100 Stück

oder Kartons ab 25 Stück z.B. für den privaten Gebrauch

Sonderabmessungen:
Andere Abmessungen ab z.B. 50 x 80 cm können wir auf Wunsch natürlich ebenfalls liefern, natürlich können wir diese Säcke auch bedruckt z.B. mit Ihrem Logo liefern. Gern unterbreiten wir Ihnen entsprechende Angebote.

Erreichbarkeit:

Wir sind telefonisch unter +49 (0) 531 / 261 16 61 werktags von ca. 8.00 Uhr - ca. 19.00 Uhr erreichbar, zu jeder Zeit natürlich per Fax unter +49 (0) 531 / 261 16 63, per E-Mail unter seidel.bs(.aet.)t-online.de und per Internet unter www.sandsaecke-bs.de. In Notfallsituationen ist unsere Hotline 0800/2611661 (gebührenfrei !!) selbstverständlich 24 Stunden am Tag (auch an Wochenenden und Feiertagen) besetzt, Auslieferungen bzw. Abholungen können dementsprechend und jederzeit aus allen Lagern erfolgen!

Befüllung von Sandsäcken:
Sandsäcke sollten nur zu max. 2/3 mit ca. 12 - 14 kg Sand gefüllt werden. Damit wird erreicht, dass sich der Sack beim Verlegen optimal allen Unebenheiten angleicht, außerdem lassen sich die Säcke einfacher tragen. Zusätzlich wird ein dichterer Verbund der Säcke untereinander erreicht, sie können also nicht so leicht verrutschen. Die Einfüllöffnung der Säcke sollte vom Wasser abgewandt liegen, der Sandsackboden also zur Wasserseite hin.

Verwendung der von durch uns bereits fertig mit ca. 12 kg trockenem Sand gefüllten Sandsäcken:


Vorteile:
sofortige Verfügungs- und Einsatzmöglichkeit im Notfall, kein Personal für die aufwändige Befüllung erforderlich (dadurch erhebliche Kostenersparnis), lange Bevorratungsmöglichkeit (speziell der hoch uv-stabilen schwarzen PP-Säcke). Wir binden unsere Säcke zu, auf Wunsch und gegen einen geringen Aufpreis liefern wir Ihnen auch gern zugenähte Säcke.

Nachteil:
hier sind eigentlich ausschließlich die Frachtkosten zu erwähnen, die sich aber durch die Kosten- und vor allem die Zeitersparnis absolut relativieren.

Jutesäcke

Vorteile:
etwas rutschfester als PP-Säcke.

Nachteile:
schwer zu befüllen, kurze Lagerfähigkeit wg. Mäusefraß, Pilzgefährdung und Selbstentzündung bei unsachgemäßer Lagerung, gefüllt verrotten Jutesäcke bereits nach ca. ¼ Jahr, wesentlich teurer als PP-Säcke, großer Lagerraumbedarf, hohe Frachtkosten durch hohes Gewicht, Fertigung nur in Asien, dadurch lange Lieferzeiten, ganz erhebliche Preisschwankungen und Lieferprobleme bei immer wieder auftretender Rohstoffknappheit z.B. durch Ernteausfälle.

PP-Säcke

Vorteile:
leichter zu befüllen, lange Lagerfähigkeit, normal uv-stabilisiert in weiß,  aber auch hoch uv-stabil in schwarz lieferbar, dadurch langzeitlager und -verwendungsfähig, reißfester und erheblich preiswerter als Jutesäcke.

Nachteile:
Fertigung ebenfalls nur in Asien, dadurch lange Lieferzeiten, Preisschwankungen bei Rohstoffknappheit.

Beispiel bedruckter PP-Sandsack
Beispielpalette 50 gefüllte schwarze Sandsäcke

Berechnung Mittel- und Kräftebedarf Sandsackbefüllung und -verbau

Berechnung:
Hier geht es zur THW-Sandsackberechnung!

Befüllung PP-Säcke 30 x 60 cm:
ca. 80 Säcke pro Mann pro Stunde = 10 Mann / Stunde = 800 Säcke

Sackgewicht:
gefüllt trocken ca. 12 - 14 kg, nass ca. 20 - 25 kg.

Sandsäcke pro Europalette:
max. 60 Stück - entsprechen ca. 700 - 800 kg/Palette (trocken)

Verbau:
ca. 80 Säcke pro Mann pro Stunde = 10 Mann / Stunde = 800 Säcke

Berücksichtigt werden müssen sowohl für die Befüllung als auch für den Verbau Reservekräfte, es sollten mindestens zusätzliche 25% Kräfte bereitstehen!

Sandsäcke für einen Dammbau müssen zum Erzielen einer größtmöglichen Stabilität des Damms in Längs- und Querverbund gestapelt werden. Grundsätzlich gilt z. B. für einen 1 m hohen Damm eine Basisstapelung von 2 m Breite + 1 Sack, d.h. gewünschte Dammhöhe x 2 + 1 Sack = Basisstärke.

Benötigte Stückzahl Sandsäcke pro Meter nachfolgender Beispieldammhöhen

Dammhöhe

Stück pro lfd. Meter

30 cm

12 Stück

50 cm

35 Stück

100 cm

140 Stück

200 cm

630 Stück

300 cm

1260 Stück

400 cm

3500 Stück

Rechenbeispiel:
Für einen 1.000 m langen Sandsackdamm mit einer Höhe von 1 m werden demzufolge ca. 140.000 Sandsäcke benötigt, die Sandmenge hierfür beträgt ca. 3.500 m³.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um Anhaltswerte u.a. aus den Erfahrungen des Sommers 2002 handelt.

Quelle der technischen Daten und Angaben: THW, Landesfeuerwehrverband Sachsen

Entsorgung:

Nasse Sandsäcke sollten nach Rückgang des Hochwassers möglichst schnell aus Wohngebieten entfernt werden, um einer Verbreitung von Krankheitserregern und einer Verunreinigung des Grundwassers vorzubeugen. Dabei sollte man direkten Hautkontakt vermeiden, indem man wasserfeste Handschuhe trägt. Nasse Sandsäcke gehören grundsätzlich komplett auf die Hausmülldeponien. Sie gelten im Allgemeinen als "normale Abfallablagerung". Sollten sich aber Sandsäcke darunter befinden, die durch ausgelaufenes Öl oder Chemikalien besonders belastet sind, sollten Sie zwecks einer Entsorgung die örtlichen Behörden ansprechen, da diese Säcke eigentlich auf eine Sonderabfalldeponie gebracht werden müssten. Als Dichtungsmaterial für Deponien sind benutzte Sandsäcke jedoch nicht geeignet. Auf keinen Fall darf mit Schlamm und Wasser verunreinigter Sand in ungesicherten Abgrabungen entsorgt werden.

Bei nicht vom Wasser durchströmten Sandsäcken, die auf der Luftseite von Deichen lagen oder oberhalb des Wasserpegels geblieben sind, aber z.B. durch Regen nass geworden sind, kann man davon ausgehen, dass der Sand nicht schadstoffbelastet ist. In diesem Fall ist der Sand selbstverständlich wiederverwendbar. Für die Landwirtschaft und Gemüseproduktion im Garten sollte er aber dennoch grundsätzlich nicht eingesetzt werden. Nachdem der Sand entsorgt ist, sollten die leeren Säcke entweder in die Abfallverbrennung gehen oder auf Hausmülldeponien gebracht werden.

Gänzlich trocken gebliebene Säcke können natürlich wiederverwendet werden, sollten aber unbedingt zeitnah geleert und möglichst dunkel und trocken gelagert werden.

Nochmals dieser wichtige Hinweis:

Wir verkaufen selbstverständlich alle Säcke auch in kleinen Mengen ab 25 Stück an Privatpersonen und Firmen!

Und vergessen Sie bitte nicht:

Das Ausbleiben von Hochwasser über mehrere Jahre darf nie als gewonnene Hochwassersicherheit verstanden werden. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt !
(Zitat: Ministerium für Umwelt und Verkehr / Baden-Württemberg)