21.07.2011

Über 500 Rettungskräfte waren im Einsatz

Hochwasser-Bilanz Ein schweres Unwetter mit Starkregen und Gewittern hat am Mittwoch den Landkreis Forchheim heimgesucht. Besonders betroffen waren laut Landratsamt die Ortschaften Gosberg, Kirchehrenbach, Eggolsheim, Weilersbach, Igensdorf, Weingarts, Teile der Stadt Forchheim sowie die Autobahn 73 bei Eggolsheim.

Wie Landratsamt-Sprecherin Kathrin Schürr mitteilt, überfluteten Regenmengen von über 100 Liter auf den Quadratmeter (Messstelle des Deutschen Wetterdienstes bei Gräfenberg) viele Keller, setzten Straßen und die Autobahn unter Wasser und unterspülten Bahngleise. Die A 73 war fast den ganzen Tag über gesperrt, auch auf der Bahnlinie Forchheim-Ebermannstadt ging nichts mehr.
48 Feuerwehren mit rund 400 Feuerwehrleuten, drei Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) mit rund 110 Personen sowie drei weitere THWs zur Befüllung der Sandsäcke waren bei etwa 260 Stellen im Einsatz. Die Rettungskräfte wurden von der Einsatzleitung zentral in Forchheim koordiniert. "Einsatzschwerpunkte waren das Auspumpen von Kellern und die Einbringung von Sandsäcken", berichtet Schürr. "Heizöltanks wurden aufgeschwemmt und Wasser-Öl-Gemische mussten teilweise mit Spezialfirmen beseitigt werden."

Lage beruhigte sich am Nachmittag

Der entstandene Gesamtschaden könne noch nicht beziffert werden. Schürr: "Der Katastrophenfall musste jedoch nicht erklärt werden." Am Mittwoch-Nachmittag hat sich die Lage entspannt und es konnten Einheiten herausgelöst werden. Am Abend waren noch zehn Feuerwehren und die Kräfte des THW im Einsatz. Nachdem es bei der Schulbusbeförderung am Mittwoch zu erheblichen Problemen und Verzögerungen gekommen war, so dass viele Schüler im Landkreis unfreiwillig nachsitzen mussten, ging das Landratsamt am Abend davon aus, dass sich der öffentliche Linienverkehr am Donnerstagmorgen wieder normalisieren wird.